Durch die geplante Zusammenlegung der beiden Heidekreis-Kliniken Walsrode und Soltau soll ein modernes Gesamtklinikum in und für die Region Heidekreis entstehen. Eingebunden in ein medizinisches und pflegerisches Gesamtkonzept soll durch dieses zukunftsweisende Projekt die medizinische Versorgung des Heidekreises auf höchstem Niveau sichergestellt werden. Das geplante Gesamtkonzept fußt dabei auf drei Säulen:

  • Gut Versorgt – moderne Krankenhausstrukturen für eine sehr gute medizinische Versorgung im Heidekreis
  • Nah – das Klinikum soll zentral und für alle gut und schnell erreichbar sein
  • Sicher – der Neubau soll eine schnelle und sichere medizinische Versorgung für alle im Heidekreis garantieren

Unterstützung leistete die trinovis GmbH hierbei in Form von umfassenden Datenanalysen für den Krankenhausneubau. Federführend seitens trinovis war Frau Amelie Zoch mit dem Projekt betraut.

Zunächst wurde eine ausführliche IST-Analyse durchgeführt, die neben einer Markt- und Potenzialanalyse auch umliegende Mitbewerber sowie einweisende niedergelassene Ärzte betrachtet. Basierend auf der IST-Analyse wurde anhand spezialisierter Modelle eine weitergehende Simulation durchgeführt, welche die Eignung von vier möglichen Standortoptionen untersucht. Jene vier Standortoptionen wurden zuvor durch eine versorgungsfunktionelle Analyse eines Landschaftsarchitekturbüros als mögliche Potenzialflächen für einen Krankenhausneubau ermittelt.

Der Analyse der Eignung der vier Standortoptionen liegen demografische Analysen, Analysen des medizinischen Versorgungsbedarfs, Erreichbarkeitsanalysen sowie Fallzahlsimulationen der Standortoptionen basierend auf einem von trinovis entwickelten Modell zugrunde.

  • Demografische Analysen
    • Bevölkerungsprognosen bis 2030 im Einzugsgebiet des zukünftigen Standortes
  • Analysen des medizinischen Versorgungsbedarfs
    • Statistisch zu erwartendes stationäres Krankenhausaufkommen bis 2030 im Einzugsgebiet des zukünftigen Standortes
  • Erreichbarkeitsanalysen der Standortoptionen
    • Fahrzeitanalysen für elektive Fälle und Notfallindikationen
  • Fallzahlsimulationen der Standortoptionen auf Grundlage eines von trinovis entwickeltem Gravitationsmodelles*
    • zukünftige Patientenströme (Fallpotenziale) und Marktanteile

*Für die Simulation zukünftiger Versorgungsszenarien, wie in diesem Fall eines Krankenhausneubaus, müssen Annahmen über das Verhalten der Patienten bei der Krankenhauswahl getroffen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient in einer definierten Region für eine bestimmte Leistung einen bestimmten Anbieter auswählen wird, entspricht dem zukünftigen Marktanteil des Anbieters in Bezug auf Region und Leistung, sofern keine weiteren Informationen bekannt sind, die das Verhalten des Patienten weiter eingrenzen würden. Zur Schätzung dieser Wahrscheinlichkeiten wurde von trinovis das sogenannte Gravitationsmodell entwickelt. Durch das Gravitationsmodell lassen sich auf den Gesundheitsmarkt abgestimmte Patientenströme, wie realistische Marktanteile vorhersagen. Dabei fließen die Fallzahlstärke, der regionale Bedarf, die Fahrzeit des Patienten, sowie die Standorte der Wettbewerber und deren Wettbewerbsstärke in die Berechnungen mit ein.

Alle vier Standortoptionen wurden nach den gleichen Kriterien untersucht und in einer Ergebnismatrix zusammengetragen. Hierbei stellte sich der Standort F4 westlich von Bad Fallingbostel unter Berücksichtigung aller oben aufgeführten Kriterien bezogen auf die Wirtschaftlichkeit als sinnvoll heraus.

Neben dem geplanten Neubau soll die Nachnutzung der Altstandorte durch die Einrichtung von Dauer- und Kurzzeitpflegeplätzen einen zusätzlichen Mehrwert für die Gesundheitsversorgung der Region bieten. Hierbei wurde das Heidekreis-Klinikum ebenfalls durch die trinovis im Rahmen einer Pflegebedarfsanalyse unterstützt, mit welcher ein statistisch zu erwartender Pflegeversorgungsbedarf bis 2030 im Einzugsgebiet der Altstandorte ermittelt werden konnte. Dieser ergab, dass im Jahr 2026, dem geplanten Bezug des Krankenhausneubaus, ein zusätzlicher Bedarf für mehr als 300 Pflegebedürftige in der vollstationären Kurz- und Dauerpflege zu erwarten ist, was für die Einrichtung von neuen Pflegeplätzen im Heidekreis spricht.

Neben der trinovis GmbH wurde das Heidekreis-Klinikum im Rahmen des Neubauprojektes auch durch das Architekturbüro archimeda GmbH bei der Gesamtkoordination des Projektes, sowie beim Raumprogramm und Betriebskonzept des Neubaus unterstützt. Gleichermaßen war außerdem das Landschaftsarchitekturbüro von Luckwald seinerseits in Form einer versorgungsfunktionellen Analyse von möglichen Gebietskulissen mit an dem Neubauprojekt beteiligt.

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